Kritik an Schäubles Datenschutzgesetz
Streitfall sind das Listenprivileg und die Opt-in-Regelung. Das Listenprivileg erlaubt Unternehmen bislang ohne Einwilligung der Betroffenen auf listenmäßig erfasste personenbezogene Daten für die Werbung zuzugreifen, und diese weiterzugeben. Dem soll der Betroffene in Zukunft schriftlich zuvor ausdrücklich zustimmen (“Opt-in”). Philipp erklärte, der jetzige Entwurf würde eine Flut flächendeckender Werbung erzeugen, da diese nicht mehr gefiltert werden könne. Drückerkolonnen würden vermehrt die Menschen heimsuchen, und die unerwünschte Telefonwerbung wieder zunehmen.
http://www.golem.de/0903/66026.html
Politik und Informationswelt scheinen immer noch schwer auf Kriegsfuss zu stehen. Eine Frage die man sich stellen sollte ist “Wieso behaupten Politiker immer so witzige Sachen?”
Flächendeckende Werbung ist nicht filterbar ? Das ist eine Sache die mich so früh morgends schwer amüsiert hat. Das Problem ansich bei der Filterung von Werbung ist nicht das sie “nicht” filterbar ist. Sondern das die Werbung meist nicht in ausreichender Menge vorliegt um statistisch oder auf anderer Basis Werbung von sonstigen gewollten Daten unterscheiden zu können. Probleme sind auch nicht reguläre Werbung sondern professionelle Spam Verteiler.
Zusätzlich zu diesem Punkt ist es jetzt doch eh schon so das Daten verkauft werden. Man muss sich nur ein wenig offensiver in der Informationswelt bewegen dann sieht man das recht schnell in seinem Posteingang.
Grundsätzlich könnte meiner Meinung nach eine flächendeckende Werbung (Wenn diese überhaupt kommt) zwar kurzfristig Schaden anrichten. Doch effektiv denke ich das bestehende Filtersysteme eventuell besser werden können als zuvor.